28.10.09 Fachtagung in Uhingen

ok fr hp

Lanzeitarbeitslose integrieren und sie dabei nicht nur als Kostenfaktor, sondern als Mensch zu sehen? Beschäftigungsförderung kann die Quadratur des Kreises sein, was sich auf der Tagung bewies.

Veranstalter waren die SAB Staufen Arbeits-, und Beschäftigungsförderung gGmbH und ZPE Zentrum für Planung und Evaluation sozialer Dienste der Uni Siegen. Die hochkarätigen Gäste und Teilnehmer waren sich darüber einig, daß nicht jeder Langzeitarbeitslose zurück in den ersten Arbeitsmarkt findet. Doch Karin Woyta, "geschäftsführende Optimistin"(eigenes Statement) der SAB, wertete es als positives Zeichen, daß Ministerin Dr. Monika Stolz da sei und es eventuell Antworten gäbe, wie die Beschäftigungsförderung auch wirtschaftlich besser darstellbar sein könnte.

Das primäre Ziel ist die dauerhafte Integration zurück in den ersten Arbeitsmarkt. Rund ein Drittel der Beschäftigten auf dem Waldeckhof schafften dies, "aber man sollte den Erfolg nicht nur an der Vermittlungsquote messen", betonte Ministerin Stolz. Einerseits stecke hinter jedem Lanzeitarbeitslosen ein Einzelschicksal und nicht nur ein Kostenfaktor, andererseits sei wichtig, den Betroffenen "das Gefühl einer sinnvollen Tätigkeit zu geben". Die Ergebnisse des Projekts " Agrigent " auf dem Waldeckhof u.a. das Betreiben eines Hofcafés und Hofladens, stimmt zuversichtlich, daß auch andere Maßnahmen erfolgreicher werden. Die Ministerin geht davon aus, daß die Zahl solcher Projekte zunehmen werde, zumal Experten eine stetige Verfestigung der massenhaften Langzeitarbeitslosigkeit prognostizieren. Patentlösungen im Endergebnis gab es am Tagungstag keine, aber das Fünkchen Hoffnung daß wieder einige Menschen zurück in die Gesellschaft finden.


zpe Begleitforschung zum Modellprojekt "AGRIGENT"

 

Bilderstrecke der Veranstaltung " Das magische Dreieck........"

Begrüßung der Baden Württembergischen Sozialministerin, Dr. Monika Stolz, durch die Geschäftsführerin der SAB, Karin Woyta.

woyta-stolz